Presse

Kondome geschützt aufbewahren

Quelle: K-Tipp Nr.8, 20.April 2005, Seite 17

  • Kondome nicht grosser Kälte, Wärme oder direkter Sonnenstrahlung aussetzen. Sie gehören deshalb auch nicht ins Handschuhfach des Autos.
  • Kondome in einem Schutzbehälter aufbewahren: Sie sind empfindlich auf Druck und Reibung.
  • Verfalldatum unbedingt beachten.
  • Ein gut sitzendes Präservativ lässt sich leicht mit Daumen und Zeigefinger abrollen. Bei zu weiten Kondomen droht Faltenbildung und Gefahr des Abgleitens, bei zu engen Reissgefahr.
  • Gleitmittel vermindern die Beanspruchung und damit das Risiko des Reissens. Nur wasserlösliche Gleitmittel oder solche auf Silikonöl-Basis verwenden. Mittel auf
  • Fett- oder Ölbasis können die Kondome schädigen.
  • Kondome mit empfängnisverhütenden Eigenschaften können die Schleimhäute irritieren, allergische Reaktionen auslösen und den Aids-Schutz gefährden.
  • Latex oder Zusatzstoffe können allergische Reaktionen hervorrufen: Ein Markenwechsel kann das Problem lösen.
  • Juxpräservative und Präservative aus Tierdärmen bieten keinen sicheren Schutz.

Kondomverkauf als Nebenverdienst

Handelszeitung Nr.13, 30. März 2005, Seite 23, Rubrik "Marktplatz"

Der Überlebenskampf in der Gastronomie ist hart, da kommt ein aufwandloser Nebenerwerb gerade richtig.
Die Kondomautomaten-Firma Lite International Ltd aus dem liechtensteinischen Schellenberg schreibt: "Unser Kondomautomat ermöglicht einen anonymen und unkomplizierten Verkauf von Kondomen. Für den Gastronomiebetrieb stellt er eine Einnahmequelle dar - ohne Aufwand und Investition." Zum Kundenportefeuille gehören unter anderem Gastrag, Merkur, Mövenpick, Movie, Nelson Pubs und Passagio. In der Schweiz seien schon über 1000 Automaten montiert worden. Erhältlich sind vier Sorten Kondome mit drei Stück je Packung für je 5 Fr.

Neues HI-Virus entdeckt

(Aus dem Liechtensteiner Volksblatt vom 6.2.2001)

SEOUL: Südkoreanische Forscher haben ein bislang unbekanntes HI-Virus entdeckt. Das Virus sei im Blut einer 1997 an Aids gestorbenen Frau gefunden worden, sagte der leitende Forscher Choi Kang Won. Es habe eine völlig andere genetische Struktur als die bislang bekannten HI-Viren. Deshalb sei die Entwicklung neuer Impfstoffe notwendig. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, US-Forscher an der Universität von Alabama hätten dasselbe Virus im Blut eines Aids-Kranken auf Zypern entdeckt.

Politik der Gegensätze

(gekürzter Auszug aus "Salz&Technik 8/2000" www.salz-technik.ch)

Um die 17 Millionen investiert der Bund pro Jahr in die HIV-Prävention. Gleichzeitig werden in vielen Kantonen immer noch Gebühren auf Kondomautomaten erhoben. Vor allem die Westschweizer (Neuenburg, Genf* und Waadt) verhindern, dass Automaten aufgestellt werden, indem sie deren Wirtschaftlichkeit durch Gebühren ruinieren. In anderen Kantonen sind die Automaten gebührenfrei. Im Kanton Luzern beispielsweise trat die Gesetzesänderung in den 90er Jahren in Kraft.
Schon seltsam: Die Vordenker in Bern kämpfen gegen den Zigarettenkonsum und gegen das Virus, und die ausführenden Beamten eine Stufe weiter unten bewirken das Gegenteil. Indem in einem Kanton Kondomautomaten mit Gebühren belastet und im nächsten Kanton Zigarettenautomaten davon befreit werden.

Aufgrund von überhöhten Patentgebühren können wir den Kanton Neuchâtel leider nicht mehr beliefern.

*Juni 2005: Der Kanton Genf hat die Gebühren auf Kondomautomaten aufgehoben - wir gratulieren zu diesem Entscheid.